Heimkehr - Aus Dachau zurück !

30.04.2013 - 16.06.2013

Mehr als 1300 km Weg haben die altbekannten Werke der Schwaaner Künstlerkolonie zurückgelegt und sind ab Mai wieder in der Kunstmühle zu sehen. Die Gemäldegalerie im Bayrischen Dachau war für 60 Arbeiten sechs Monate lang Gastgeber. Die Laternenkinder von Rudolf Bartels sind also wieder da!


"Schätze aus Wohnzimmern"

10.03. - 21.04.2013

Diese Ausstellung zeigt einen kleinen Überblick mit "unentdeckten Schätzen" aus Wohnzimmern, die Schwaaner Bürger und Interessenten mit ihren zur Verfügung gestellten Exponaten selbst gestalten. Nicht nur Franz Bunke und Rudolf Bartels sind dabei gefragt, sondern auch moderne und zeitgenössische Arbeiten sind vertreten.

Schwaan war zweifelsohne wegen seiner reizvollen, abwechslungsreichen Motive für die Freilichtmalerei besonders geeignet. Die großen Wasserflächen der Torfmoore, die bewaldeten Hügellandschaften, saftigen Weiden und die romantischen Ufer der Warnow und Beke sind auf den Gemälden der Landschaftsmaler wieder zu finden.


10 Jahre Kunstmuseum

Jubiläumsausstellung vom 21. Oktober 2012 bis 03. März 2013

Am Samstag, den 26.Oktober 2002, öffneten sich zum ersten Mal die Türen des Kunstmuseums um die Maler der Künstlerkolonie Schwaan einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Mit der Unterstützung des Landesmuseums und einiger Enthusiasten wurden bereits zehn Jahre zuvor Ausstellungen von den Schwaaner Kolonisten zu unterschiedlichsten künstlerischen Thematiken im Sitzungsraum der Stadtvertretung gezeigt. So wurde die Bedeutung der Maler um Franz Bunke in Schwaan, in Mecklenburg-Vorpommern und auch national wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.

Die ersten ständigen Ausstellungen der Schwaaner Maler in der Kunstmühle unterstützten  die Museen in Rostock und Schwerin, auch private Leihgeber beteiligten sich an der Präsentation.

Mit der Entscheidung für ein Kunstmuseum begann der Aufbau einer eigenen Sammlung. Anfänglich besaß Schwaan zwölf Gmälde. bei der Eröffnung des Hauses 2002 waren es bereits 43 Arbeiten. Heute sind über 130 Gemälde, etwa 120 Zeichnungen, Aquarelle und Grafiken sowie Skulpturen im Bestand verzeichnet.

In der Sammlung sind nicht nur Werke der ehemaligen Kolonie vorhanden. Jüngste Erwerbungen geben einen kleinen Einblick in das künstlerische Schaffen von heute.

Die Ausstellungtätigkeit ist immer mit der weiteren wissenschaftlichen Aufarbeitung der Schwaaner Künstlerkolonie verbunden. Waren vor zehn Jahren von einigen Mitgliedern der Künstlervereinigung nur die Namen bekannt, so können in dieser Ausstellung erstmals bisher unbekannte Werke vorgestellt werden.

Ein Hauptanliegen der Kunstmühle ist es, die Sammlung stetig zu erweitern. Mit immer wieder neuen und thematisch ausgerichteten Ausstellungen und Veranstaltungen schaffen wir somit in Schwaan einen kulturellen Treffpunkt.

Das gelungene Ambiente der Mühle wird durch das Gelände hinter dem Gebäude mit dem einmaligen Blick auf die Mündung der Beke in die Warnow ergänzt und lässt es zu einem besonderen Naturerlebnis werden. Dieser Bereich wird zukünftig behutsam und einfühlsam landschaftsgärtnerisch neu gestaltet.

                                                                                     


Sommerausstellung 19.05. - 30.09.2012

Gerhart Hauptmann und seine Insel Hiddensee

                               

 

 

 

Grafiken zu Gerhart Hauptmann

Emil Orlik, ein Freund und Weggefährte von Gerhart Hauptmann, zeichnete den Dramatiker über viele Jahre in den unterschiedlichsten Situationen. Die entstandenen Zeichnungen charakterisieren Hauptmann aus der persönlichen Sicht des Zeichners. Emil Orlik war Chronist seiner Zeit und gehörte zu den Wegbereitern einer neuen, handwerklich orientierten Kunstauffassung der Jahrhundertwende. Die zeichnerische Auseinandersetzung mit Gerhart Haupmann und seinem Werk wird in den Grafiken von Ferdinad Staeger und Heinrich Vogeler fortgesetzt. Staegers Vielseitigkeit kommt im Zyklus zu den Dramen von Gerhart Hauptmann besonderst gut zum Ausdruck. Jede der 15 Orginalradierungen widmet sich einem Werk Hauptmanns. In der Radierung zum Drama "Michael Kramer" stellt er sich selbst dar. Die Arbeiten von Heinrich Vogeler sind in einer Illustrationsmappe zum Märchendrama "Die versunkene Glocke" zusammengefasst.

Die Künstlerkolonie Hiddensee

Einer der ersten Sommergäste auf der Insel war der Berliner Maler Oskar Kruse, er erwarb ein Grundstück und lud befreundete bildende Künstler ein. Ab 1904 besuchte Elisabeth Büchsel die Insel Regelmäßig. Clara Arnheim und Katharina Bamberg sind weitere Vertreterinnen des "Hiddensoe Künstlerinnenbundes", der sich Anfang der 1920er Jahre gründete. Günter Fink, Erich Kliefert, Leo von Diephold, Felix Krause und Ivo Hauptmann ergänzen die Ausstellung und zeigen einen kleinen Querschnitt aus der Zeit der Künstlerkolonie. Die Ausstellung wird von der Gerhart Hauptmann Stiftung, dem Heimatmuseum Hiddensee und privaten Leihgebern unterstützt.

 


Fritz Brockmann vom 18. März - 13. Mai 2012

Selbstbildnisse aus sechs Jahrzehnten

„Es hat sich in meinem Leben so ergeben, dass ich aus unterschiedlichen Gründen wiederholt veranlasst war, mich mit Fragen des Selbstbildnisses auseinanderzusetzen. Kurze Zeit nachdem ich meine Lehrtätigkeit an der Erweiterten Oberschule (heute Geschwister – Scholl - Gymnasium) in Bützow aufgenommen hatte, erhielt ich am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald eine Dr.-Aspirantur. Zentrales Problem in der zu verfassenden Dissertation war die Spezifik der Wechselbeziehungen zwischen bildnerischem Subjekt und bildnerischem Objekt bei der künstlerischen Selbstdarstellung. Diese nicht nur kunsttheoretisch interessante, sondern auch entwicklungspsychologisch und kunstpädagogisch bedeutsame Problematik hat mich weiter beschäftigt - auch nachdem ich 1967 aus dem höheren Schuldienst und der Aspirantur aus politischen Gründen entlassen worden war. Noch nicht bewusst war mir seinerzeit, welch wichtige Rolle das Selbstporträt auf Dauer in meiner eigenen künstlerischen Tätigkeit einnehmen sollte. Erst im Alter entdeckte ich bei der Durchsicht meiner Zeichenmappen und Arbeitsbücher, dass ich im Laufe der Jahre weit mehr als 100 Selbstbildnisse gefertigt habe.

Diese Arbeiten waren größtenteils nicht zur Veröffentlichung gedacht. Sie entstanden vor allem in schwierigen gesellschaftspolitischen, beruflichen und privaten Situationen. Sie dienten hauptsächlich der kritischen Selbstvergewisserung und erwiesen sich oft als unverzichtbare Lebenshilfe. Insofern stellen die in der Ausstellung gezeigten Selbstporträts zusammen mit den in sie integrierten Texten eine Art gezeichneter Autobiografie dar, die von Außenstehenden allerdings nur teilweise und mit Mühe zu entschlüsseln sein dürfte.“

                                                                                              Fritz Brockmann


Paula Modersohn - Becker

Ausstellung vom 15.01.2012 - 11.03.2012

 

In Ergänzung zur Sonderausstellung "WORPSWEDE in seiner ganzen VIELFALT" zeigen wir ausgesuchte Grafiken der Malerin. Eine Auswahl, mit der typisch, individuellen Sicht von Form und Farbe.

Weiter Information zu Paula Modersohn-Becker finden Sie hier.


Auf dem Weg sein Gemälde und Plastiken von Barbara Nowy

Eine Zeitgenössische Ausstellung vom 30. Oktober bis 30. Dezember 2011


Worpswede in seiner ganzen Vielfalt

24. Juli bis 20. November 2011

 !!verlängert bis zum 20. November!!

Worpswede, das in der Landschaft des Teufelsmoores nördlich Bremens gelegene Moordorf, wurde ab 1884 von einer Handvoll junger Maler entdeckt. Ebenso wie viele andere Künstlerkollegen in ganz Europa hatten sie den Städten und der wachsenden Industrialisierung den Rücken gekehrt und suchten in der Natur neue Inspirationen für ihre Kunst. 1889 schlossen sie sich als Künstlergemeinschaft zusammen. Diese Maler und Sucher der ersten Jahre – unter ihnen Otto Modersohn, Heinrich Vogeler, Paula Modersohn-Becker und der Dichter Rainer Maria Rilke – begründeten den Mythos Worpswedes, der sich binnen weniger Jahre bis über die Grenzen Deutschlands hinaus verbreitete und den Ort zu einem der Kunst machte. Bis heute sind Generationen von Künstlern dem Ruf Worpswedes gefolgt und haben dem Ort neue Impulse und Facetten hinzugefügt.

Die Kunstmühle zeigt Arbeiten aus der wohl bekanntesten Künstlerkolonie Deutschlands.

 


01.03. – 30.04.2011 Alfred Heinsohn

Aquarelle, Druckgrafiken, Handzeichnungen

Bei den vorgestellten Exponaten, etwa 15, handelt es sich um bisher unbekannte Arbeiten des Künstlers, die dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wurden. Es werden frühe Zeichnungen und Aquarelle aus den Jahren 1894 bis hin zur Hamburger Zeit um 1920 gezeigt. Sie werden erstmals dem Publikum der Schwaaner Kunstmühle vorgestellt


Begegnungen - Aufgewachsen mit Bartels

Ausstellung vom 3. Oktober  2010 - 23. Januar 2011

Mit den Bildern der Familie Mannewitz aus Rostock zeigt die Kunstmühle in Schwaan nun die dritte, bisher unveröffentlichte, große Privatsammlung zu Rudolf und Otto Bartels. Die Sammlung zeugt vom feinen fachlichen Gespür des Sammlers und dem malerischen Können der Brüder. Die Förderer und Sammler der Werke von Bartels, zu denen auch Burmeister und Bernitt gehören,  haben ihre Wurzeln in Rostock und unterstützen die Künstler nicht nur durch den Ankauf von Bildern. Sie stellten Kontakte zu Galeristen her, bereiteten Ausstellungen vor und waren Begleiter auf dem Lebensweg. Unter en gezeigten Gemälden sind drei frühe Arbeiten von Rudolf Bartels, die die Weimarer Malschule noch zu erkennen gibt. Sein Bruder Otto überrascht mit einer modernen Parklandschaft.

Die Werke von Rudolf und Otto Bartels gehören zum alltäglichen Leben der Familie Mannewitz. Die Kunstmühle zeigt eine Auswahl, insgesamt 24 Arbeiten,  der eigenen Werke der Künstlerfamilie Mechthild & Anna Mannewitz aus Rostock.  

Mechthild Mannewitz ist Jahrgang 1926 und in Rostock geboren. undefined
Nach Kriegsende begann sie bei Egon Tschirch mit dem Malunterricht und war bis 1952 Schülerin bei Thuro Balzer. Sie wird als „große Dame der Rostocker Malerei“ bezeichnet. Die gezeigten Bilder von Mechthild Mannewitz sind abstrakte Kompositionen voller Dynamik, Frische und Leidenschaft in ihrer Gesamtheit.


Anna Mannewitz, Jahrgang 1964, studierte von 1989 bis undefined1994 Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee bei Prof. Wolfgang Peuker und schloss mit dem Diplom ab.  Es gab zahlreiche Ausstellungen in Rostock, Brandenburg, Würzburg und Berlin Bilder der Tochter Anna sind hauptsächlich Porträts die faszinierend verfremdet, gegenständlich und doch ausdrucksstark dargestellt werden.


Zitadelle Berlin Spandau

14.6 - 29.8.2010

Unter dem Titel

Entdeckungen - Schwaan und die Landschaftsmaler

stellte sich die Künstlerkolonie Schwaan in Berlin vor. In der Zitadelle in Berlin Spandau wurden über 120 Arbeiten aus dem Museum mit der Unterstützung von privaten Leihgebern gezeigt.


Die Kunstmühle geht auf Wanderschaft

Ausstellun ab Juni in Berlin

Entdeckungen - Schwaan und die Künstlerkolonie

Unter diesem Titel wird sich die Künstlerkolonie Schwaan vom 13. Juni bis zum 29. August 2010 in der Zitadelle in Berlin Spandau vorstellen. Insgesamt gehen damit dann etwa 100 Gemälde und 20 Zeichnungen auf die Reise. Es ist die bisher größte Ausstellung ausserhalb des Museums und eine besondere Herausforderung für die Kunstmühle.

Das Haus in Schwaan bleibt über diesen Zeitraum aber nicht leer. Neben der Dauerausstellung zur Künstlerkolonie wird sich die Künstlerkolonie Ahrenshoop in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis und der Gemeinde Ahrenshoop in Schwaan vorstellen.


Lisa Jürß Malerin aus Schwaan

Gemäldeausstellung zum 70. Geburtstag

Ausstellung vom 24. April - 4. Juli 2010

Vor fast genau 10 Jahren hat sich Lisa Jürß aus dem Staatlichen Museum in Schwerin verabschiedet und ist zu ihren Wurzeln hier nach Schwaan zurückgekehrt.

Im Ruhestand geht sie ihrer großen Passion, dem Malen nach. Es ist eine besondere Freude und eine Ehre für die Kunstmühle, ihre Bilder aus den vergangen zehn Jahren hier vorstellen zu können. Sie ist dabei in guter Gesellschaft zwischen den anderen Schwaanern, die ihr zum Teil auch Vorbild waren.

Es ist etwas außergewöhnliches, eine Museums – Neugründung maßgeblich zu begleiten und dann hier selbst auszustellen. Von den Zeitgenossen ist sie die erste, die in einer so repräsentativen Schau vorgestellt und so gewürdigt wird. Damit kann das Museum einen Teil zurückgeben, was Lisa Jürß für das Museum und die Malerei in Mecklenburg geleistet hat. Sie hat sich besonders für die Aufarbeitung der Geschichte der Schwaaner Künstlerkolonie und deren Wiederbelebung eingesetzt und wesentlich zur Vorbereitung und Durchführung des Projektes „Kunstmühle“ beigetragen. Sie wurde nicht müde von „ihren“ Schwaaner zu schwärmen und betrachtete das Schaffen der Kolonisten nicht durch eine rosarote Heimatbrille, sondern hat mit fachlichen Argumenten überzeugt. Durch ihre Initiative hat Schwaan, in Verbindung mit dem Kunstmuseum,  in der Öffentlichkeit eine weite Beachtung gefunden. National und international hat der Ort dadurch Anerkennung erfahren.

Seit der Gründung dieses Hauses vor fast acht Jahren begleitet Frau Jürß die Ausstellungen der Schwaaner Kunstmühle als wissenschaftliche Beraterin und stellt ihr Wissen in den begleitenden Publikationen zur Verfügung.

Es ist erfreulich, dass mit ihrer Malerei wieder künstlerisches Schaffen in den Ort zurückkehrt, wenn auch die Zeit der Künstlerkolonie längst vorbei ist. Mit ihren Werken gibt Lisa Jürß uns einen Einblick in ihre Sicht auf unsere schöne Landschaft und die damit verbundenen Stimmungen. Lassen sie sich anregen von der Vielfalt der Motive und die besondere Sicht der Künstlerin darauf.

Ein umfangreicher Katalog, den Sie Im Museum bestellen können, begleitet die Ausstellung.


Kabinettausstellung

Ausstellung vom 01.03.2010 - 18.04.2010

Ankauf -  Schenkung - Kunstförderung

 

Seit ihrer Entstehung vor gut 200 Jahren zählt das Sammeln, Bewahren, Erforschen und Ausstellen von Kunstschätzen und Kulturgegenständen zu den substanziellen Anliegen der Museen. Im Mittelpunkt dieser Kabinettausstellung stehen das Sammeln und die verschiedenen Möglichkeiten der Erweiterung der Sammlung.                                                                                                                                         
Die Stadt Schwaan besaß 1990 insgesamt 12 Werke, die durch Nachlässe oder Schenkungen im Rathaus aufbewahrt wurden. Das erste Gemälde wurde 1928 von Franz Bunke gestiftet, als Dank für die Ehrenbürgerschaft. Es hängt im Nachbarraum neben der Ehrenurkunde.
Mit der großen Ausstellung zur Schwaaner Künstlerkolonie im Staatlichen Museum Schwerin 1992, wuchs das Interesse an dieser besonderen Künstlervereinigung und es begann der Aufbau einer kleinen Sammlung zu den Künstlern der Kolonie. Die ersten Werke wurden ab 1995 gezielt angekauft und bis zur Eröffnung dieses Hauses ist der Bestand um weitere 30 Arbeiten angewachsen. Bis heute kann das Haus auf 90 Gemälde und mehr als 30 Grafiken und Handzeichnung sein Eigen nennen.
Diese Ausstellung zeigt die verschiedenen Möglichkeiten zum Aufbau einer Sammlung. Dabei geht es nicht darum, alle Werke von einem Künstler zu besitzen. Die Kunstsammlungen haben die Aufgabe, die unterschiedlichen Perioden und die Entwicklung eines Malers darstellen.
Die klassische Form ist der Ankauf aus dem Kunsthandel oder aus privaten Haushalten, meist von Sammlern, die sich von einigen Stücken trennen wollen.

Durch einen ganz besonderen glücklichen Umstand sind sechs Arbeiten von Alfred Heinsohn in unsere Hände gelangt. Ein Sammler von alten Uhren und anderen Gegenständen hat im süddeutschen Raum auf einem Flohmarkt diese sechs Bilder gefunden und mitgenommen. Über das Internet ist er auf die Schwaaner Kunstmühle aufmerksam geworden und hat uns alles zu einem sehr moderaten Preis überlassen.

Für einige Bilder konnten Fördermittel beim Ministerium in Schwerin und beim Landkreis beantragt werden. Dabei ist aber viel Geduld auf beiden Seiten notwendig, denn so ein Ankauf kann sich schon  über zwei Jahre hinziehen.
Aber es gibt auch andere Möglichkeiten den Bestand zu erweitern. Einige Sponsoren unterstützen den Ankauf unkompliziert und der Verein der Freunde und Förderer der Kunstmühle haben gemeinsam in der Vergangenheit zur Erweiterung beigetragen.
Eine besondere Form ist die Schenkung oder die Erbschaft. So sind dem Haus in den vergangenen Jahren einige Werke geschenkt worden, eines sogar von einer Familie aus den USA, die ihre Wurzeln in Schwaan haben.
Unser Haus ist ständig bemüht, Neues zu erfahren, das Schaffen der Mitglieder der Schwaaner Künstlerkolonie zu erforschen und es der Öffentlichkeit zu präsentieren.


Kunst und Garten mixed culture

Ausstellung vom 25.11.2009 - 10.01.2010

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An dieser zeitgenössischen Ausstellung beteiligen sich Lucia Schoop, Renate U. Schürmeyer, Iris Thürmer, Dagmar Tinschmann-Lichtefeld, Miro Zahra (Kunstpreisträgerin MV 2006), Ruzica Zajec und Tanja Zimmermann(Kunstpreisträgerin MV 2008),

                                                                                   
     

     Freundinnen

Vor einem Jahr etwa  begannen die Künstlerinnen  zum Thema Kunst und Garten zu arbeiten.  Der Titel mixed culture wurde gefunden – weil er an Gartenkulturen und an die Herkunft der Künstlerinnen erinnert. Denn fast alle sind „Einwanderinnen“ ins Land Mecklenburg-Vorpommern. Ursprünglich stammen sie aus Kroatien, Tschechien,  aus dem Sächsischen und Berliner Raum und Schleswig Holstein.

Für alle Beteiligten  sind  der Garten und die Kunst etwas exklusives und zugleich sehr lebensnotwendiges. Beide  fordern etwas, das selten und kostbar
geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum.

 undefined                                         In der Ausstellung sind Objekte/Installationen, Fotografien; Film, Malerei, sowie Collagen zu sehen. Das Bild vom Garten als ein irdisches Paradies ist so alt wie die Menschheit. Das Spektrum der möglichen Bezüge reicht vom Nutz- und Bauerngarten, Pfarr- und Klostergarten, Schlossgarten zu den urbanen Gärten der heutigen Zeit. Den Hintergrund bilden die Auto-bahnen, Straßen und Wege, Wohn-Siedlungen, Kanäle und Flugplätze, Tagebaugruben, Gewerbe-gebiete, Landschaften. Für Künstlerinnen kann der Garten wie auch der Landschaftsraum und die „Zwischenorte“eine Inspirationsein; Abbilder wie auch mögliche Orte
                                         der Präsentation
     Kunstdünger                                                                     

Die Ernte der Künstlerinnen wird in die mecklenburgische Dörflichkeit integriert. 
Die alte Tradition, seinen Garten bestellen, bekommt neues Leben. Ein besonderer „Aufmerksamkeitsraum“ wächst.
Die enge Verbindung zwischen Kunst und Garten wird thematisiert. Der Garten wie auch die Kunst sind der vielleicht letzte Luxus unserer Zeit. Beide fordern etwas, das selten und kostbar geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum. Als künstlerische Techniken sind Objekt/Installation, Neue Medien; Zeichnung favorisiert.

                                                                                 
undefined AREAL II, III, V    

                 
 Installation mit Koffern

 

 

 


Zur Ausstellung erschien ein Katalog. Im Museumsshop wurden „Wundertüten“ angeboten, die  exklusiv mit Editionen von kleinen Kunstwerken, die  für diese Ausstellung angefertigt wurden. 



     

   


Carl Malchin - ganz privat

Ausstellung vom 5. September bis zum 18. Oktober 2009

 

Das Museum zeigt  21 Bilder von Carl Malchin und auch von seinem bis dato als Maler kaum bekannten Sohn Friedrich Malchin in einer Ausstellung, die durch einige Zeichnungen ergänzt wird.

Für die mecklenburgische Malerei ist Malchin fast zu einem Markenzeichen geworden. Es gibt keinen Maler, der ein so vielschichtiges und ehrliches Bild seiner Heimat hinterließ wie er. Die groß- und kleinformatigen Bilder, zumeist in Öl, aber auch einige wenige Zeichnungen und Handskizzen, sind Privatbesitz aus dem Umfeld des mecklenburgischen Landschaftsmalers und wurden uns von den Nachfahren für den genannten Zeitraum zur Verfügung gestellt. Es sind Raritäten darunter, aber auch vom Motiv her bekannte Winter - und Waldansichten, die aus den frühen Schaffensjahren von Malchin stammen und dessen hohe Meisterschaft verraten. Von den gezeigten Werken ist eines aus dem Jahr 1865, also noch lange bevor Malchin 1873 sein Studium an der Weimarer Malschule aufnahm. Es ist das bisher früheste bekannte Gemälde von ihm.

Carl Malchin, 1838 in Kröpelin geboren, wurde in Schwaan von  Ingenieur Krüger zum Landvermesser ausgebildet und arbeitete dann drei weitere Jahre hier. Während dieser Zeit lernte er die Schweriner Maler Eduard Ehrke und Otto Dörr kennen, die in der mecklenburgischen Kleinstadt Naturstudien betrieben. Malchin zeichnete mit ihnen vor der Natur, sammelte somit seine ersten künstlerischen Erfahrungen in Schwaan und entdeckte hier vermutlich seine Liebe zur Malerei.

 

Über seinen Sohn Friedrich (1867 – 1911) war bisher nur die Existenz bekannt. Erstmals können nun drei Gemälde gezeigt werden, die erahnen lassen in welcher Qualität auch er gearbeitet hat. Die Werke, darunter ein Mädchenportrait, werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie und sind mit der Hoffnung verbunden, dass uns über beide Künstler mehr Informationen und Bilder bekannt werden.

 

Zwei Veranstaltungen werden die Ausstellung begleiten, dies sind einmal eine öffentliche Führung am 4. Oktober um 11.00 Uhr und dann ein Vortrag am 14. Oktober um 19.00 Uhr. Beide Veranstaltungen werden von der, in Schwerin sehr bekannten Kunstwissenschaftlerin Frau Lisa Jürß durchgeführt.

Eine  Publikation über Carl Malchin wird zum Jahresende erscheinen.